Romwallfahrt der Polizeiseelsorge

Sonntag

Aus den unterschiedlichsten Städten und Regionen Deutschlands haben sich am Sonntag, den 03.04.2022 knapp 200 Personen nach Rom aufgemacht. Polizistinnen und Polizisten und Polizeiseelsorgerinnen und Polizeiseelsorger. Bei manchen hat die Anreise ohne Probleme geklappt; bei anderen gab es Komplikationen. Aber es waren am Montag-Abend alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Rom.

Begrüßt wurden sie von Polizeibischof Weihbischof Wolfgang Bischof und dem Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Polizeiseelsorge Michael Hartmann. Es gab die nötigen Infos.

Montag

Der Tag heute begann mit der Eucharistiefeier in St. Peter mit Polizeibischof Bischof, Bundespolizeidekan Dr. Peter Wehr, Pfarrer Stefan Ott und Landespolizeiseelsorger Diakon Georg Hug. Musikalisch hervorragend gestaltet vom Bläserensemble des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg.  An der Orgel spielte Bundespolizeipfarrer Dr. Christian Stenz. Für wen haltet ihr mich? fragt Jesus die Jünger im Evangelium – für wen haltet ihr mich? gab Polizeibischof Bischof die Frage Jesu an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wallfahrt weiter.

Wohltuend ist, dass der Petersdom so früh morgens noch recht leer ist. Die meisten Menschen kommen erst später. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt.

Anschließend gab es in kleineren Gruppen Führungen durch den beeindruckenden Petersdom. Der gar nicht so groß wirkt, wie er tatsächlich ist. Knapp 200 m lang. Staunenswert die Bilder, die eigentlich Mosaiken sind, die Figuren und Inschriften, die Papstgräber und und und.

Hinweise, Impulse für unseren Glauben; für die Hoffnung und die Liebe.

Nach einem kleinen Imbiss bei der Engelsburg gings in die Altstadt.

Nach einem langen und erfüllten Tag mit vielen Eindrücken, Impulsen und Gesprächen gabs abends ein wohlverdientes Essen im Hotel.

Dienstag

Heute war der erste Programmpunkt der Besuch der Lateranbasilika. Sie ist der Dom des Bischofs von Rom. Der Lateranpalast war auch jahrhundertelang Sitz der Päpste und wurde nur provisorisch nach St. Peter verlegt. Er ist aber dortgeblieben. Auch wieder eine monumentale Kirche mit vielen Bildern, Statuen und Symboliken. In der Apsis ist dargestellt wie die Gläubigen – dargestellt als Hirsche – sich am Evangelium – dargestellt als vier Flüsse – laben.

Maria Maggiore, der nächste Punkt auf dem Programm ist ebenfalls eine sehr monumentale Kirche. Maria ist auf dem Bild in der Kuppel der Apsis auf gleicher Höhe mit Jesus dargestellt. In den allermeisten Darstellungen sitzt Jesus als kleines Kind auf dem Schoß seiner Mutter Maria oder er liegt in ihrem Arm, nachdem er gestorben ist. Dass Jesus und Maria gleich groß und gemeinsam auf einer Bank sitzend dargestellt ist, ist äußerst selten. Aber für die Frage der Stellung der Frau in der Kirche heute ein ganz spannender Aspekt.

Ins antike Rom mit dem Kolosseum, den Triumpfbögen, die noch erhalten sind, den Ausgrabungen der Tempel und Paläste auf dem Palatin-Hügel ging das Programm weiter. 

Dann stand wieder ein Gottesdienst auf dem Plan. In der Kirche Santa Maria dell‘ Anima, der Kirche der deutschsprachigen Gemeinde in Rom. Diesmal musikalisch umrahmt vom Bundespolizeiorchester Hannover und recht spontan mit der Taufe von Leopold. Die Idee ihn hier in Rom bei der Wallfahrt der Polizei zu taufen ist erst hier (am Montag) entstanden. Zelebranten: Weihbischof Bischof, Pfarrer Wolfgang Bender. Diakon Georg Hug.

In seiner Ansprache ging Weihbischof Bischof auf die Taufe ein; Kinder verkörpern die Hoffnung, Kinder leben Vertrauen und können uns damit beides zeigen und vorleben. Und er stellte den Wunsch und die Bemühungen um eine gute, friedliche Zukunft und Welt für die Kinder heraus.

Ein erfüllter Tag ging beim Essen in zwei stadttypischen Lokalen zu Ende.

Mittwoch

Heute war die Generalaudienz mit Papst Franziskus der besondere Punkt des Tages. Daran teilzunehmen, heißt zunächst einmal früh aufzustehen und sich in die Schlange einzureihen, um durch die Kontrollen zu kommen. Dann ist der erste spannende Teil in die Audienzhalle zu kommen und sie zu erleben; in ihren Dimensionen mit den Fenstern und dem gewaltigen Kunstwerk vorne.

Der zweite spannende Teil ist dann die Nennung der anwesenden Gruppen und seine Gruppe dann zu hören.

Der dritte spannende Teil ist die Ankunft des Papstes und seine Ansprache, die in Zusammenfassung in verschiedenen Sprachen übersetzt wird. Papst Franziskus hat dabei auf seine Reise nach Malta vom vergangenen Sonntag Bezug genommen. Paulus und die anderen Schiffbrüchigen, die auf Malta gestrandet sind, wurden mit besonderer Menschenfreundlichkeit aufgenommen, wie Papst Franziskus betont hat. Auch er wurde so willkommen geheißen.

Menschenfreundlichkeit weise einen Weg zum Umgang mit geflüchteten Menschen und insgesamt zu einer geschwisterlicheren und lebenswerteren Welt.

Beeindruckend war, dass Papst Franziskus aus der Ukraine geflüchtete Kinder in der Audienz gesegnet hat. Das hat seine Botschaft unterstrichen und ein klares Zeichen gegen den unsäglichen Krieg Putins gegen die Ukraine gesetzt. Papst Franziskus beklagte die Ohnmacht der UNO und zeigte eine ukrainische Flagge, die er aus dem ukrainischen Ort Butscha erhalten hat. In Butscha soll die russische Armee wie an anderen Orten auch, Kriegsverbrechen verübt haben.

Das Bundespolizeiorchester durfte vor und nach der Audienz einige Stücke spielen und die Audienz so umrahmen.

Der Nachmittag war für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur freien Verfügung. Einige haben das Kolosseum besucht, andere waren in der Multimediashow Welcome to Rome, andere waren an verschiedenen anderen Plätzen dieser spannenden Stadt.

Beim Abendessen war die Gruppe dann wieder zusammen und konnte sich über die Erlebnisse und Erfahrungen austauschen.

Donnerstag

Das heutige Tagesprogramm begann mit dem Besuch der Dormitilla Katakombe. Auf ca. 17 km Länge teilweise in vier Stockwerken untereinander wurden die Toten begraben. Aus dem Gestein wurden Gänge und Grabkammern gehauen und die Toten dort beerdigt. Teilweise waren dann kleinere Kammern angelegt. Die Gänge und Kammern sind sehr beeindruckend. Teilweise gibt es Ornamente.

Anschaulich vermittelte Pater Norbert, der die Katakombe seit Jahrzehnten betreut, wie sich das Christentum im römischen Reich verbreitet hat. Auch an den Friedhöfen – durch Mund zu Mund Propaganda. Und vor allem durch das Vorleben, durch das gelebte Zeugnis.

Eine wichtige Botschaft sei aus Psalm 91 zu übernehmen: Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all Deinen Wegen. Sie tragen dich auf Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.

Christinnen und Christen sollten nicht verbiestert sein, sie sollten fröhlich und hoffnungsfroh sein. Das sollte man ihnen anmerken. Eine spannende Frage, ob man das Christ sein uns anmerken könnte? Kommt und seht ist die Einladung Jesu an Jünger des Johannes, die auf ihn aufmerksam werden. Werden andere auf uns aufmerksam und können wir sie einladen an unserem Leben, unseren Gedanken, unseren Festen, … teilnehmen zu lassen, zu sehen?

Auf dem Friedhof war und ist der Unterschied zu nichtchristlichen Gräbern, dass andere Menschen nicht an ein Wiedersehen, nicht an ein Weiterleben nach dem Tod, nicht an die Auferstehung glauben. Dieser Glaube könnte Auswirkungen auf unser Leben haben.

Nächstes Ziel war die Basilika St. Paul vor den Mauern, die über dem Grab des heiligen Paulus erbaut wurde. Eine große Hallenkirche. Eine Besonderheit sind die Medaillons aller Päpste seit Petrus. Die frühen Päpste nur symbolisch dargestellt, aber mit ihren Regierungszeiten; die neueren Päpste tatsächlich mit ihrem Bildnis.

Nach einer Mittagspause ging es wieder durch die Sicherheitskontrolle in den Petersdom, wo das Bundespolizeiorchester schon bereit war den Abschlussgottesdienst musikalisch mitzugestalten. In den beiden Schriftlesungen ging es um die beiden Apostel Petrus und Paulus. Wir hörten nochmals einen Teil der Erzählung von Paulus wie er auf die Insel Malta kam. Von Petrus hörten wir die Stelle, als er auf die Aufforderung Jesu zu ihm über das Wasser geht.

Beides Situationen, Texte, die uns Mut machen sollen, die uns Vertrauen schenken sollen, so Polizeibischof Bischof.

Beim Abendessen bedankte er sich bei allen, die dafür gesorgt haben, dass die Reise zustande gekommen ist und so durchgeführt werden konnte. Er bedankte sich auch bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dass sie mit dabei waren, und wünschte allen eine gute Heimreise und gute Zeit.

Freitag

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen sich wieder auf die Rückreise – gestärkt, bereichert in den Alltag zu Hause.

Georg Hug / Bilder: Roswitha Jakobs, Bernhard Metz und Georg Hug

Weitere Bilder


01 Polizeibischof Wolfgang Bischof bei der Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer


02 Michael Hartmann mit den Infos


03 Unser Hotel


04 Polizeibischof Bischof


05a Gottesdienst


05b Diakon Hug


05 Bläserensemble LPO Stuttgart


06 Landespolizeiorchester Baden-Württemberg


07 das Organisationsteam


07 die Kuppel des Petersdoms


08 Deckenmosaik Apsis Lateranbasilika


08a Lateranbasilika


09 Maria Maggiore


10 Romulus und Remus


11 Kolosseum und Forum Romanunm


12 Papstaudienz


13 Bundespolizeiorchester Hannover bei der Papstaudienz


14 Dormitilla Katakombe


15 St. Paul vor den Mauern


16 Papst Medaillons


deutsche Polizeiseelsorge in Rom

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Spruch des Tages

„Die Vergebung bedeutet Wiedererlangen der eigenen Freiheit; sie ist der Schlüssel in unserer Hand, der die eigene Gefängniszelle öffnet. “ Stefan Kardinal Wyszynski

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